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Euler-Flucht der VI. Generation nach Leonhard

Die Geschichte der schweizerisch-russischen Familie Euler anlässlich des 300. Geburtstages von Leonhard Euler Vortrag in Bern am 3. November.

von Sankt-Petersburg, nach Charkov, Istanbul, Rom, Berlin, Luxemburg, Talinn, Berlin, Basel

Seit Johann Albrecht im 18. Jahrhundert stellte die Familie Staatsräte und Offiziere. Aus der Tradition heraus fiel die Familie 1917 in Ungnade. Leonhard III. aus der Linie Karl flüchtete mit seinem Kind Jakob und seiner Frau Sinaida Jefremowa, von Charkow nach Istanbul, Rom, Berlin und liess sich 1930 in Tallinn nieder.
Dank der guten Überlieferungen und der Grosszügigkeit Basels, welcher Stadt wir immer noch zu Dank verpflichtet sind, wurde das aus 1594 erworbene Basler Bürgerrecht auf der Estnischen Botschaft erneuert, so dass 1939 Leonhard III. die Flucht nach Basel gelang.
Die Flucht Leonhards 1939 aus Tallinn, während des II. Weltkriegs, ging per Schiff nach Deutschland und von dort mit der Bahn nach Basel.

Quellen sind diverse Dokumente aus dem Staatsarchiv Kanton Baselsstadt und dem Bundesarchiv in Bern.

Euler-Nachfahren in Petersburg

Die Flucht gelang nur wenigen Nachfahren der Linie Alexander und der Linie Karl. Vladimir aus VI. Generation der Linie Alexander war während der Flucht seines Bruders Alexander und seiner Cousins Leonhard, Vladimir, Dimitrij, krank und gefangen. Er blieb in Sankt Petersburg, ebenso wurde Jakob, der älteste Sohn der VI. Generation, unter erschwehrten Bedingungen in Sibirien festgehalten. Nachfahren von Vladimier sind nach dem II. Weltkrieg nach Kaluga zurückgekehrt.

Professor Dr. Krzysztof  TATARKIEWICZ aus Polen erläutert Jakob Eulers Schicksal.

In Ihrer Internet-Karte schreiben Sie, dass Jakob Euler (geb. 1872),der Bruder von Ihrem Urgrossvater Leonhard (1874 - 1960) " ... um 1937 (verschollen) in Glawsewmorput (Sibirien)." ist. Nach dem Geburts- und Todesjahr, geben Sie den Namen vom Geburts- und Todesortes Ihrer Ahnen an. Daher kann man glauben, dass Sie Überzeugt sind, dass "Glawsewmorput" ein (geographischer) Namen einer Ortschaft in Sibirieren ist. Aber es ist ganz ewident, dass "Glawsewmorput" eine typische sowijetische Abkürzung der Zwanziger Jahren XX. Jahrhunderts ist (aber solche Abkürzungen konnte man noch nach dem II. Weltkieg finden). Es ist ganz sicher : "Glaw." = "Glawny" oder "Glawnaja" = Haupt, "sew." = "sewernyj" oder "sewiernaja" = Nord. Für mich ist est nicht ganz klar was "mor" bedeuten soll. Wahrscheinlich ist "mor.'" = "morskij" oder "morskaja" = "Meeres-" und "put" = "Weg" oder "Strasse". Das bedeutet : "Haupt [-verwaltung des] Nord Meeresweges".
Um 1930 tämte die Sovietischen Behörden von einer Schiffahrtslinie im Norden. Sie wollten in den Arktischen Ozean gehen, über die im XVIII. Jahrhudert gesuchten und nicht gefundendene Nord-Ost-Strasse, von Arkhangielsk nach Ostsibirien (dieser Weg ist 20 oder 30 mal kürzer als der Weg rund um Asien). Dieser Traum ging doch zunichte nach der Katastrophe des Schiffes "Tscheluskin". Der Verwaltung dieser organisierten Linie "Glawsewmorput" geörten ebenso Zwangsarbeitslager an. In einer von deren könnte Jakob Euler gestorben sein.
Sie schreiben, dass er "verschollen" ist. Das ist formell richtig - von Sibirienvernichtungslagern sendete man den verbliebenen Familien keine Todesurkunden, aber doch ist es sicher, dass die "verschollenen" Personen einen Hungertod erlitten, durch Krankheiten starben oder durch einen Genikschuss getötet wurden.
Wir danken Professor Dr. Krzysztof TATARKIEWICZ für seinen ausführlichen Beitrag, d.e.

Die Eidgenossenschaft und die Russische Föderation sind stolze Staatenbunde und verfügen über eine Zusammenarbeit seit der Gründung Sankt Petersburgs. Viele russifizierte Familien, wie auch russische Familien entschieden sich gegen den Kommunismus. Das Schicksal der VI.,VII. und VIII. Generation zeugt von der schrecklichen Zeit in Europa des I. und II. Weltkrieges, der Bürgerkriege und Krisen.
Wir sind stolz auf unsere russische-schweizer Herkunft und fühlen uns mit Sankt Petersburg wie auch Basel sehr verbunden. dimitrij@gmx.ch
Als Mitgestalter der Sankt Petersburger Akademie prägte Leonhard die Wissenschaft in Russland, seine Nachfahren unterstützten den Zaren nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch politischen Fragen. Die Geschichte der Familie Euler zwischen Russland und der Schweiz.
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